KI EVOLUTION

AI Act:
Was wirklich auf dich zukommt

Die 5 AI-Act-Regeln fuer Solopreneure und kleine Unternehmen
Ab August 2026 gilt der EU AI Act. Viel Panik, wenig Fakten. Hier ist, was fuer dich wirklich relevant ist.
#1
Du bist wahrscheinlich nicht betroffen
Gruen

Der AI Act teilt KI-Anwendungen in vier Risikokategorien ein. Hochrisiko betrifft: medizinische Diagnosen, Kreditvergabe, Personalauswahl, Strafverfolgung, kritische Infrastruktur. Wenn du KI fuer Content, Recherche, Kundenkommunikation oder interne Prozesse nutzt, faellst du unter "minimales Risiko" — die niedrigste Kategorie.

Fakt: Die grosse Mehrheit aller Solopreneure und KMU faellt nicht unter die strengen Hochrisiko-Auflagen.

#2
Kennzeichnungspflicht fuer KI-Inhalte (Artikel 50)
Gelb

Hier wird es konkret. Die Kennzeichnungspflicht gilt fuer veroeffentlichte Inhalte — aber mit einer wichtigen Ausnahme: Wenn du den KI-Output selbst pruefst und redaktionell verantwortest, entfaellt die Pflicht.

Nicht kennzeichnungspflichtig:

Kennzeichnungspflichtig:

Was tun: Solange du deine Inhalte vor dem Veroeffentlichen liest und freigibst, bist du auf der sicheren Seite. Ein Hinweis wie "Mit KI-Unterstuetzung erstellt" schadet trotzdem nie.
#3
Verbotene KI-Praktiken — die darfst du nicht
Rot

Der AI Act verbietet bestimmte KI-Anwendungen komplett:

Fuer die meisten Solopreneure: Kein Problem. Du nutzt KI zum Schreiben und Automatisieren, nicht zum Manipulieren.
#4
Dokumentationspflicht — minimal fuer dich
Gruen

Hochrisiko-Anbieter muessen umfangreiche Dokumentation fuehren. Fuer dich als Nutzer (nicht Anbieter) von KI-Tools sieht es anders aus: Artikel 4 verlangt "KI-Kompetenz des Personals" — du musst verstehen, was du nutzt. Eine formale Tool-Liste ist nicht vorgeschrieben, aber sinnvoll.

Was tun: Fuehre eine kurze Liste: Tool, Einsatzzweck, Anbieter. Drei Spalten, fertig. Nicht weil du musst, sondern weil es dir selbst hilft.
#5
Dein KI-Anbieter traegt die Hauptlast
Gruen

OpenAI, Anthropic, Google — die Anbieter der Basismodelle tragen die regulatorische Hauptverantwortung. Sie muessen Transparenzberichte veroeffentlichen, Trainingsdaten dokumentieren und Sicherheitstests durchfuehren. Du als Nutzer profitierst davon, ohne den Aufwand selbst zu haben.

Was tun: Achte darauf, dass du Tools von etablierten Anbietern nutzt, die den AI Act einhalten. Das tun alle grossen Anbieter bereits.

Die Kurzversion

Du nutzt KI als Werkzeug in deinem Business? Dann: Inhalte kennzeichnen, eine Tool-Liste fuehren, keine manipulativen Praktiken. Das war's. Der Rest betrifft die Anbieter, nicht dich.

Der AI Act ist kein Grund, auf KI zu verzichten. Er ist ein Grund, es richtig zu machen.

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Dies ist keine Rechtsberatung. Fuer verbindliche Auskuenfte wende dich an einen Anwalt. Stand: April 2026.