Der AI Act teilt KI-Anwendungen in vier Risikokategorien ein. Hochrisiko betrifft: medizinische Diagnosen, Kreditvergabe, Personalauswahl, Strafverfolgung, kritische Infrastruktur. Wenn du KI fuer Content, Recherche, Kundenkommunikation oder interne Prozesse nutzt, faellst du unter "minimales Risiko" — die niedrigste Kategorie.
Fakt: Die grosse Mehrheit aller Solopreneure und KMU faellt nicht unter die strengen Hochrisiko-Auflagen.
Hier wird es konkret. Die Kennzeichnungspflicht gilt fuer veroeffentlichte Inhalte — aber mit einer wichtigen Ausnahme: Wenn du den KI-Output selbst pruefst und redaktionell verantwortest, entfaellt die Pflicht.
Nicht kennzeichnungspflichtig:
Kennzeichnungspflichtig:
Der AI Act verbietet bestimmte KI-Anwendungen komplett:
Hochrisiko-Anbieter muessen umfangreiche Dokumentation fuehren. Fuer dich als Nutzer (nicht Anbieter) von KI-Tools sieht es anders aus: Artikel 4 verlangt "KI-Kompetenz des Personals" — du musst verstehen, was du nutzt. Eine formale Tool-Liste ist nicht vorgeschrieben, aber sinnvoll.
OpenAI, Anthropic, Google — die Anbieter der Basismodelle tragen die regulatorische Hauptverantwortung. Sie muessen Transparenzberichte veroeffentlichen, Trainingsdaten dokumentieren und Sicherheitstests durchfuehren. Du als Nutzer profitierst davon, ohne den Aufwand selbst zu haben.
Du nutzt KI als Werkzeug in deinem Business? Dann: Inhalte kennzeichnen, eine Tool-Liste fuehren, keine manipulativen Praktiken. Das war's. Der Rest betrifft die Anbieter, nicht dich.
Der AI Act ist kein Grund, auf KI zu verzichten. Er ist ein Grund, es richtig zu machen.