KI EVOLUTION

DSGVO + KI:
Was wirklich gilt

Die 5 DSGVO-Regeln fuer KI-Nutzung als Solopreneur
Kein Jura-Deutsch. Kein Panikmachen. Die 5 Dinge, die du wissen musst.
#1
Keine Kundendaten in ChatGPT Free
Rot

Die kostenlose Version von ChatGPT hat keinen Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV). Das heisst: Wenn du Kundennamen, Adressen oder andere personenbezogene Daten dort eingibst, verstoesst du gegen die DSGVO. Punkt.

Was tun: Kundendaten anonymisieren oder auf einen bezahlten Plan wechseln.
#2
ChatGPT Plus/Team oder Claude: AVV abschliessen
Gelb

Bei den bezahlten Versionen kannst du einen AVV abschliessen. Bei OpenAI und Anthropic geht das online. Dauert 5 Minuten. Danach bist du auf der sicheren Seite.

Was tun: Jetzt machen. Einmal erledigt, nie wieder dran denken. Links findest du in den Datenschutz-Einstellungen beider Anbieter.
#3
API-Nutzung = Daten werden nicht fuer Training genutzt
Gruen

Sowohl OpenAI als auch Anthropic garantieren: Daten, die ueber die API gesendet werden, fliessen nicht ins Modell-Training. Das ist vertraglich fixiert. Wenn du also ueber die API arbeitest (nicht ueber die Chat-Oberflaeche), hast du die sauberste Loesung.

Was tun: Fuer sensible Daten die API nutzen, nicht die Chat-Oberflaeche.
#4
Lokale Modelle = kein Datenschutz-Problem
Gruen

Googles Gemma 4, Ollama, SuperWhisper und aehnliche Tools laufen komplett auf deinem Rechner. Keine Daten verlassen dein Geraet. Kein Cloud-Anbieter, kein AVV noetig, kein Risiko. Gemma 4 (seit April 2026, Apache 2.0 Lizenz) laeuft sogar auf einem Mini-PC ab 150 EUR — kostenlos, kommerziell nutzbar, vollstaendige DSGVO-Konformitaet.

Was tun: Fuer besonders sensible Aufgaben lokale Modelle nutzen. Fuer Sprachnotizen SuperWhisper, fuer Texte Gemma 4 ueber Ollama.
#5
KI-generierte Inhalte kennzeichnen (AI Act)
Gelb

Ab August 2026 gilt der AI Act der EU (Artikel 50). Die Kennzeichnungspflicht betrifft veroeffentlichte Inhalte — aber mit einer wichtigen Ausnahme:

Nicht kennzeichnungspflichtig, wenn du den KI-Output menschlich pruefst und redaktionell verantwortest:

Kennzeichnungspflichtig:

Was tun: Solange du deine Inhalte vor dem Posten liest und freigibst, bist du auf der sicheren Seite. Ein kurzer Hinweis wie "Mit KI-Unterstuetzung erstellt" schadet trotzdem nie — Transparenz schafft Vertrauen.

Die gute Nachricht

Die strengen AI-Act-Auflagen betreffen Hochrisiko-Anwendungen: medizinische Diagnosen, Kreditvergabe, Personalauswahl, Strafverfolgung, kritische Infrastruktur. Wenn du KI fuer Content, Recherche oder Kundenkommunikation nutzt, faellst du unter "minimales Risiko" — die niedrigste Kategorie mit den geringsten Anforderungen.

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Dies ist keine Rechtsberatung. Fuer verbindliche Auskuenfte wende dich an einen Anwalt. Stand: April 2026.